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GERÄTE UND AUSRÜSTUNG

 

Atemschutz

 
1. Ausrüstung: 1.1 Pressluftatmer
  1.2 Kölner Rettungstasche
  1.3 Bodyguard 2
  1.4 Lungenautomaten
  1.5 Vollmaske
  1.6 Reservegeräte
  1.7 Druckluftflaschen
  1.8 Atemschutzfilter
  1.9 Kopfschutzhauben
  1.10 Brandfluchthauben
  1.11 Atemschutzüberwachungstafeln
     
2. allg. praktische Handhabungen: 2.1 Kennzeichnung Atemschutzträger
  2.2 Atemschutzpass
  2.3 Atemschutzbereich im Gerätehaus
  2.4 Geräteprüfung
  2.5 Atemschutzüberwachung im Einsatz

1. Ausrüstung:

 
   
1.1 Pressluftatmer DrägerMann PSS 100

Seit dem 20. Oktober 2005 führen wir auf dem TLF 16/25 und dem LF 8/6 jeweils 4 neue Atemschutzgeräte PSS 100 der Firma DrägerMann mit.

Wir haben uns für diese Gerätegeneration entschieden, da diese eine körpergerechte und geformte Trageschale aus leichtem Kohlefaser-Verbundwerkstoff mit optimaler Trageposition nahe dem Körperschwerpunkt hat. Eine flammfeste Hochtemperatur-Komfort-Bebänderung mit breiter Schulter- und Beckenpolsterung und einen drehbaren Leibgurt, gleitend verbunden mit der Trageschale, garantieren einen hohen Tragekomfort. Außerdem kann die Trageschale je nach Größe des Geräteträgers in drei verschiedene Stufen verstellt werden.


1.2 Kölner Rettungstasche

An dem Beckengurt der Pressluftatmer haben wir zusätzlich die Kölner Rettungstasche, bestehend aus Allzweckschere zum schnellen und sicheren Trennen von Seilen und Leinen mit einer Hand, sowie 2 Holzkeilen zum Offen halten von Türen, angebracht.


1.3 DrägerMann Bodyguard 2

Mit dem DrägerMann Bodyguard 2 haben wir eine vollelektronische Überwachung der Signal- und Warneinheit.

Beim öffnen der Druckluftflasche erfolgen folgende automatische Aktivierungen:

- automatische Funktionskontrolle (Sensoren und Signaleinrichtung)


weitere Informationen

- Druckanzeige digital
- Displaybeleuchtung
- akustische und optische  Warnsignale, Aktivierung/Deaktivierung wahlweise durch Funktionsschlüssel oder Drucktasten
- Anzeige der Rest-Gebrauchszeit
- permanentes Positions-Blinklicht
- automatischer Alarm bei Bewegungslosigkeit (mit Voralarm)
- manueller Notrufalarm
- Temperaturanzeige auf Tastendruck
- Funktionsschlüssel (Funktions- Aktivierung/Deaktivierung Bodyguard)
- Datenaufzeichnung
- Permanentes Warnsignal ab 55 bar Flaschendruck

1.4 Lungenautomat DrägerMann PSS/ESA/AE

Das Gehäuse ist aus schlagfestem Kunststoff, mit griffiger Silikon-Schutzkappe ummantelt. Es ist klein, leicht und geräuscharm im Betrieb. Durch den Einheitssteckanschluss braucht man den Lungenautomat nur noch auf dem Atemanschluss zu stecken, so dass das zeitraubende Aufschrauben entfällt.

Lungenautomaten mit Steckanschluss dürfen weiterhin nicht vom Geräteträger selbst, sondern nur durch eine zweite Person an der Maske angeschlossen werden. 

   

1.5 Vollmaske Panorama Nova ESA/AE/PC

(mit Rundgewinde)

Durch ein federgesteuertes Ausatmungs-Ventil ist ein konstanter Überdruck von 3,9 mbar in der Maske. Dadurch können bei Undichtigkeiten keine Atemgifte in die Maske gelangen. Der Atemanschluss erfüllt höchste Ansprüche hinsichtlich Dichtsitz und Tragekomfort. Der Maskenkörper besteht aus Widerstandsfähigen und hautfreundlichen EPDM (mit Doppeldichtrahmen).

Die Sichtscheibe ist aus sehr biegsamen, stoß- und wärmebeständigem Material.

Die Maske hat einen Einheits-Steckanschluss mit integriertem Rundgewindeanschluss für den Atemschutzfilter.

Von 24 neuen angeschafften Masken werden jeweils 6 Masken auf jedem Löschfahrzeug mitgeführt.


1.6 Reservegeräte

Im Jahre 2006 werden wir noch vier PA 94 D/RA mit dem Aufbau-Set 1 als           PA 94 Plus A/AE mit Bodyguard 2 umrüsten.

Dadurch haben wir die Möglichkeit nach einem Einsatz oder einer Übung die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge aufrecht zu erhalten.


1.7 Druckluftflaschen

Zurzeit haben wir 16 Druckluftflaschen 6 Ltr./ 300 bar aus Stahl (ca. 11,5 kg)

und 5 Druckluftflaschen 6 Ltr. /300 bar aus CFK mit Alukern (6,5 kg).

Kohlefaser-Verbundstoff-Flaschen (CFK) bietet 60 % Gewichtsersparnis gegenüber herkömmlichen Stahlflaschen.

Da wir beispielsweise lange und höhenunterschiedliche Angriffswege bei der Firma Landgrad  haben, ist diese Anschaffung für den Geräteträger eine enorme Gewichtserleichterung.

Wir wollen von den vorhandenen 5, auf 12 CFK-Druckluftflaschen aufstocken, so dass wir jeden Pressluftatmer mit einer CFK-Druckluftflasche ausstatten können.

Alle CFK-Druckluftflaschen sind mit einer schwer entflammbaren und antistatischen Schutzhülle ausgestattet.


1.8 Atemschutzfilter

Auf jedem Fahrzeug haben wir 6 Kombinationsfilter A2 B2 E2 K2 Hg-P3 verstaut.

Da die Filter nicht gegen CO schützen und in der Umgebungsluft mindestens 17% Sauerstoff vorhanden sein muss, werden diese Filter nur im freien z.B. bei Nachlöscharbeiten oder Waldbrände, und auch nur dann, wenn zu dem Zeitpunkt nicht ausreichende Atemschutzgeräte zur Verfügung stehen, eingesetzt.


1.9. Kopfschutzhauben (Feuerschutzhauben)

Die dunkelblaue Kopfschutzhaube besteht aus 2-lagigem NOMEX Delta. Der Sehschlitz ist so variabel gestaltet, dass Atemschutzmasken getragen werden können. und die Haube auch als Schal verwendet werden kann.

Nicht nur jeder Atemschutzträger, sondern alle Angehörige vom Löschzug Herongen, haben zur persönlichen Ausrüstung eine Kopfschutzhaube ausgehändigt bekommen.

Erfahrungswerte zeigen, dass die Kopfschutzhaube nicht nur beim Brandeinsatz vor Verbrennungen, sondern auch den Nacken- und Kopfbereich bei längeren Einsätzen im freien Warm hält (z.B. als Schal).


1.10 Brandfluchthauben PARAT C Single-Pack

Zu jedem Brandeinsatz rüstet sich der Angriffstrupp zusätzlich zu der Feuerwehrleine und dem 2m Funkgerät, mit einer Tragetasche, in der sich 2 Brandfluchthauben befinden, aus.

Mit dem in der Brandfluchthaube integrierten Atemfilter (CO-P2) können in einem von Rauch- und Brandgase gefährdeten Bereich Zivilisten gerettet oder herausgeführt werden. Je nach Konzentration ist die Haube mindestens 15 Minuten einsetzbar.

Durch die einfache Handhabung kann die Fluchthaube auch von ungeübten Benutzern einfach und schell aufgesetzt werden.

Auf jedem Löschfahrzeug ist eine Tragetasche mit 2 Brandfluchthauben verstaut.


1.11 Atemschutzüberwachungstafel

Um die nach FwdV7 vorgeschriebene Überwachung der vorgehenden Trupps zu gewährleisten, wurde für jedes Löschfahrzeug eine Überwachungstafel angeschafft.

Wir arbeiten mit der Solinger Tafel Modell E 30 von der Firma Peter Schmitt.

Es können mit einer Tafel bis zu 3 Trupps mit jeweils bis zu 3 Truppmännern und zusätzlich 3 Truppmänner als „Rettungstrupp in Bereitstellung“ überwacht werden.

Die Tafel zeichnet sich durch eine übersichtliche trupporientierte Zuordnung aus:

- Linksseitig Geräteplaketten
- Mittig die zugeordnete Truppuhr
- Der Truppuhr zugeordnete Eintragungsfelder


Bedienungsanleitung (1MB)

Die Truppuhr mit rot leuchtender LED-Anzeige hat eine einprogrammierte Gebrauchs-Überwachungszeit von 0 bis 90 Minuten und eine                       Gebrauchs-Überschreitungszeit von minus 1 bis minus 15 Minuten.

Durch Einstecken der Geräteträgerplakette, die zur Schnelltrennung mit einem Schlüsselring am Funktionsschlüssel Bodyguard befestigt ist, startet die Truppuhr automatisch und zählt die einprogrammierte Einsatzzeit zurück.

Die Farbkennung der Geräteplaketten zeigt die Gebrauchsdauer des Atemschutzgerätes auf der Truppuhr an:

  Plakette in gelb = 30 Minuten
  Plakette in rot = 60 Minuten
  Plakette in blau = 90 Minuten
  Plakette in weiß = 20 Minuten für CSA-Einsatz

Erreicht eine Truppuhr die Halb-, Null- oder Überzeit wird ein Dauerwarnton ausgelöst, der sich jedes Mal erneut nur durch das Drücken des Tasters „Signal aus“ abstellen läst.

Eine oben links eingebaute Digitaluhr zeigt die aktuelle Uhrzeit an. Durch eine Drehscheibe mit praxisorientierten Skaleneinteilung ist eine schnelle Berechnung und Anzeige des Atemluft-Restdruckes möglich.

Ein Reservebatteriesatz gewährleistet durch eine automatische Notstromversorgung mit unterbrechungsfreier Umschaltung eine durchgehende Atemschutzüberwachung.

Bedienungsanleitung (1MB/PDF) der Solinger Tafel Modell E30

 

   

2. allgemeine praktische Handhabung

 
   
2.1 Kennzeichnung Atemschutzträger

Atemschutzgeräteträger die regelmäßig nach G26.3 untersucht wurden und ihre nach FwDV7 vorgeschriebene jährliche Belastungs- und Einsatzübungen absolviert haben, sind mit einem roten Punkt auf dem Feuerwehrhelm gekennzeichnet. 


2.2 Atemschutzpass

Jeder Atemschutzgeräteträger hat einen eigenen Atemschutzpass in dem seine persönliche Daten (Name, Geburtsdatum, Geräteträgerausbildung usw..) festgehalten werden. Eigenverantwortlich muss er seine G26.3-Untersuchungen, Belastungsübungen, Einsätze unter Atemschutz, Einsatzübungen und Ausbildungen in den dafür vorgesehenen Seiten eintragen und diese durch eine Unterschrift vom Zugführer oder verantwortlichen Atemschutzgerätewart bestätigen lassen.


zum Download
Die Atemschutzpässe werden zentral in der Fahrzeughalle im Atemschutzbereich, in einem dafür angefertigten Regal, aufbewahrt.

2.3 Atemschutzbereich im Gerätehaus

 

2.4 Geräteprüfung

Alle Atemschutzgeräte, Atemschutzmasken, sowie das Füllen der Druckluftflaschen werden in den vorgeschriebenen Intervallen, nach jedem Einsatz und jeder Übung, im Kreisgerätehaus Goch geprüft und gewartet.

Eine seitlich am Schrank angemalte Übersichtstafel mit Magneten erleichtert einem den Überblick über die im Monat zur Überprüfung anstehenden fälligen Geräte und Masken (siehe Beispiel).

 

Jan Feb März Apr Mai Juni Juli Aug Sep Okt Nov Dez
2006
  Ma001 Pa001   Ma022     Pa012     Pa007  
                       
    Ma012                  
                       
    Pa002                  
                       

2.5 Atemschutzüberwachung im Einsatz

Einheitlich in jedem Löschfahrzeug hängt die Atemschutzüberwachungstafel hinten im Pumpenraum.

Der Maschinist läuft nach hinten, öffnet das Rollo und hängt die Überwachungstafel in die Dachleiter.

Steht keine andere Einsatzkraft für die Atemschutzüberwachung zur Verfügung, übernimmt zunächst der Maschinist die Überwachung.

Hat der vorgehende Trupp seinen Atemanschluss angeschlossen, zieht der den Schlüssel mit der Geräteplakette aus dem Bodyguard.

   

Auf der Gerätekarte ist das Löschfahrzeug, der Löschzug und der Angriffs- oder Rettungstrupp vorgedruckt.

Der vorgehende Trupp steckt nun unverzüglich seine Geräteplakette in die hinten an der Leiter hängenden Überwachungstafel und aktiviert somit die Uhr.

Ab jetzt ist der Maschinist verantwortlich für die Atemschutzüberwachung. Er informiert über 2 Meter-Funk regelmäßig dem Einsatzleiter über dem beim Trupp abgefragten Flaschendruck und die Resteinsatzzeit.

Kommt der Trupp aus der Einsatzstelle und legt das Gerät ab, muss er sich beim Maschinisten melden und die Geräteplakette aus der Überwachungstafel ziehen, wodurch sich die Uhr abschaltet. Danach muss er wieder den Schlüssel mit der Geräteplakette in den Bodyguard zurück stecken, damit dieser deaktiviert wird.

Tut er dies nicht und legt das Atemschutzgerät einfach ab, aktiviert der Bodyguard durch die Bewegungslosigkeit erst den Voralarm und danach den Vollalarm.

Um diesen Alarm auszuschalten muss er zurück zum Pumpenraum, sich beim Maschinisten melden, sich aus der Tafel auslocken und den Schlüssel am Bodyguard einstecken, um diesen zu deaktivieren.


   

Autor/Copyright ©: UBM Norbert Hetgens

Bei Informationen oder Rückfragen freut sich
Norbert Hetgens über eine Email.

   

 

     

     

Copyright © 27.12.2009 Freiwillige Feuerwehr Herongen