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CHRONIK

 

Geschichte der Feuerwehr

 

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Feuer war schon immer ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens. Der Mensch musste immer darauf achten, dass er das Feuer im Herd hütete und es keinen Schaden anrichten konnte.

Schon Friedrich Schiller formulierte in seinem Lied von der Glocke:

Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt bewacht. Doch wehe wenn die Himmelsmacht den Fesseln sich entrafft.
Die Feuerwehr ist daher aus dem Bedürfnis der Menschen entstanden, Schäden die durch Feuer entstehen zu vermindern bzw. zu verhindern.

Vorzeit

 

In der Vorzeit standen die Bauten der Menschen relativ isoliert. Entstand ein Brand, so brannte nur eine einzelne Behausung und nicht die ganze Siedlungen nieder. Diese Brände wurden aber nur von spontan agierenden Menschen bekämpft. Eine organisierte Feuerwehr existierte nicht. Aber schon die alten Ägypter hatten die ersten organisierten Feuerlöscheinheiten.

Römerzeit

 


Die Gründe für eine weitere Entwicklung des Feuerwehrwesens liegen in der zunehmenden Verstädterung und den Fortschritten der damaligen Bautechnik. Im Römischen Reich entstanden Millionenstädte wie Rom. Die Häuser waren meist mehrstöckig und standen sehr eng beieinander, auch die Gassen waren sehr eng. Vielfach wurden hölzerne An- und Vorbauten an den Häusern errichtet. Obwohl Brandstiftung hart bestraft wurde, kam sie sehr häufig vor. Es gab keine Feuerversicherung, aber bei den großen Bränden leistete der Staat Unterstützung für die geschädigten Bürger.

Etliche Male vernichteten Feuersbrünste ganze Stadtteile von Rom. Allein der Brand im Juli 64 n. Chr. (in der Legende wird fälschlicherweise Kaiser Nero die Brandstiftung zugeschrieben) wütete ungefähr zehn Tage und zerstörte drei von 14 Regionen der Stadt völlig. Sieben weitere Stadtbezirke verwüstete er bis auf ein paar Ruinen. Nach diesem Brand wurden Bauvorschriften erlassen, um die Feuergefahr zu vermindern. Die Straßen wurden breiter, es wurden mehr Plätze angelegt und die Stockwerkzahl der Häuser wurde beschränkt

Im Jahr 21 v. Chr. wurde eine erste Feuerwehr mit 600 Sklaven gegründet. Zur Zeit des Kaisers Augustus folgte dann ein Feuerlösch-Corps, das aus 7 Kohorten zu je 420 bis 600 Mann bestand. Jede Kohorte war für zwei Stadtteile in Rom zuständig.

Die Römer kannten noch keine Schläuche, obwohl sie Meister der Wasserförderung waren. Statt dessen gehörten zur Ausrüstung: Spritzen, Eimer, Leitern, Stangen, Decken, Körbe, Schwämme, Besen, Lappendecken (mit Wasser getränkt zum Schutz der Nachbarhäuser), Einreißhaken, Sägen und Hämmer. In den Feuerlöschkohorten gab es Wasserträger, Spritzenleute, Leute mit Löschdecken und Zuständige für die Beleuchtung am Einsatzort.

 

Mittelalter

 

Schon im Mittelalter waren die Gemeinden verpflichtet, den Brandschutz aufzubauen. So wurden zuerst die Innungen und Zünfte dazu verpflichtet im Notfall einzugreifen. Eine der ältesten bekannten Feuerordnungen wurde 1086 in Meran aufgestellt, worin die Handwerker die Aufgaben wahrzunehmen hatten.

Trotzdem kamen Großbrände, bei denen ganze Stadtviertel abbrannten, sehr oft vor. So brannte zum Beispiel Lübeck allein im 12. Jahrhundert mehrmals ab. Straßburg brannte im 14. Jahrhundert achtmal nieder. Neben Feuern aus Unachtsamkeit und Brandschatzungen in Kriegen kam es häufig zu Brandstiftungen durch Banden von Mordbrennern. Erst ab dem Ende 14. Jahrhundert brannte es weniger, da ab diesem Zeitpunkt solider gebaut wurde und Stein vermehrt das Holz als Baumaterial ersetzte.

Im 13. und 14. Jahrhundert griffen die ersten Feuerlöschverordnungen. Diese enthielten zum Beispiel, dass abends ab einer bestimmten Zeit alle Feuer ausgemacht werden mussten. Dies wurde vom Nachtwächter kontrolliert. So wurde unter anderem geregelt, dass Wein- und Wasserträger bei Feuer sofort mit ihren Eimern Wasser zur Brandstelle bringen mussten. Es wurden Nachtwachen eingerichtet, die Feuer in der Stadt zu melden hatten. In den Kirchentürmen wurden Türmerstuben eingerichtet. So gab es bereits im Wiener Stephansdom seit 1444 einen von der Stadt bezahlten Türmer, der mit der Glocke einen Feueralarm geben konnte. Tagsüber musste er eine oder mehrere rote Fahnen schwingen in der jeweiligen Richtung, wo die Brände waren, in der Nacht schwenkte er Laternen. Diese Feuerwache gab es im Stephansdom bis 1955.

Vermehrt wurden Wasserschöpfstellen durch Pumpwerke ständig mit Wasser versorgt und es entstanden nach und nach Wasserwerke. Auch Löschteiche entstanden in den Orten, von denen es heute noch erhaltene gibt, wenn sie auch nicht mehr die Bedeutung haben.

Als Ausrüstung standen nur Ledereimer, Wasserfässer, Feuerhaken und Dachkrücken zur Verfügung. Ab dem 14. Jahrhundert gab es einfache Spritzen, die zunächst mit Eimern gespeist wurden.

 

   Neuzeit

 


Im 17. Jahrhundert wurde der Schlauch erfunden, der zuerst aus genähtem Leder angefertigt wurde; später wurde das Leder vernietet. Darüber hinaus wurden manche Feuerwehrmänner seit dem späten 17. Jahrhundert mit alten Militärhelmen ausgerüstet. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden erstmals Hanfschläuche eingesetzt, die aber erst 100 Jahre später zuverlässig im Feuerwehrdienst genutzt werden konnten, nachdem sie mit einer Gummi-Einlage versehen wurden. Es wurden auch erstmals Feuerknechte in den Feuerlöschverordnungen verankert, so dass von den ersten Berufsfeuerwehren gesprochen werden kann, wie zum Beispiel in Wien 1685.

Es gibt mehrere Feuerwehren in Deutschland, die für sich beanspruchen, Deutschlands "älteste freiwillige Feuerwehr" zu sein. Eine davon ist die Feuerwehr der Stadt Saarlouis. Sie wurde 1811 von den damaligen Besitzern der Stadt, den Franzosen gegründet. Im Jahre 1811, kurz nach einem in dem Nachbardorf Fraulautern ausgebrochenen großen Brande, wurde auf Beschluss des Magistrats der Stadt Saarlouis die bestehende Feuerlöscher-Kompanie unter Genehmigung des Präfekten von Metz Vaublanc durch den Oberbürgermeister Renauld neu organisiert. Diese Neubildung geschah zu einer Zeit, als Napoleon ein Dekret für die Pariser Feuerwehr erlassen hatte, dessen Kerngedanken Freiwilligkeit der Rekrutierung der Mannschaft, militärisch straffe Organisation und unbezahlter Dienst, also Ehrenamtlichkeit, waren. Da dieses Dekret zwar ausdrücklich nur für Paris galt, die Brandschutzproblematik aber überall die Gleiche war, erließen in der Folge auch die Präfekturen in Frankreich für ihre Verantwortungsbereiche vergleichbare Dekrete (z.B. der Präfekt Vaublanc für die Stadt Metz 1812).

Ende des 19. Jahrhunderts wurden noch Handpumpen so genannte Feuerspritzen verwendet, die von Pferden an die Einsatzstelle gezogen wurden. Die Handpumpen wurden später durch Pumpen ersetzt, die mit einer Dampfmaschine betrieben wurden, so genannte Dampfspritzenwagen. Nach Beginn der Motorisierung wurden die Pumpen mit Benzinmotoren betrieben, die auf adaptierte LKW geladen wurden. So entstanden die ersten Feuerwehrfahrzeuge. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auch viele ausgediente Militärfahrzeuge auf Feuerwehrfahrzeuge umgebaut und versahen noch lange ihren Dienst.

In den USA wurden erst Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten, privatwirtschaftlich organisierten, Berufsfeuerwehren gegründet. Teilweise wurden nur Häuser, die die Plakette einer solchen Firma trugen, gelöscht. In New York dagegen gab es starke Konkurrenz um Versicherungsprämien. So genannte runners versuchten, bei einem Brand den nächstgelegenen Hydranten für ihre Firma in Beschlag zu nehmen, was oft zu Schlägereien führte.

In Österreich wurde 1938, als Hitler einmarschierte, die Berufsfeuerwehr in Feuerschutzpolizei und die Freiwillige Feuerwehr in Feuerschutzpolizeihelfer umbenannt. Von diesem Zeitpunkt an war die Feuerwehr teil der Polizei. Daher wurden alle Fahrzeuge in den ersten Jahren in Polizeigrün lackiert. Ebenfalls wurde die Bezeichnung "Feuerschutzpolizei" bzw. "Feuerschutzpolizeihelfer" auf den Fahrzeugen über dem Staatsadler, der wie bei der Polizei mit den Kopf nach rechts schaute, angebracht. Gegen 1940 war jedoch das Geld/Material knapp, dass als erstes der Staatsadler, danach die Farbe eingespart wurde. Um 1942 war selbst das Material der Fahrzeuge zu teuer, sodass man Pressspanplatten sowie Hartkarton für die Aufbauten verwendete. Zu diesem Zeitpunkt waren ebenfalls der Großteil der Fahrzeuge in jeder möglichen Farbe nur noch grundiert.

Ein weiteres Problem der Feuerschutzpolizei war, dass keine Mannschaft vorhanden war, da die Männer an der Front kämpfen mussten. Obwohl Frauen nicht zur Feuerschutzpolizei durften, waren so genannte Feuerwehrhelferinnen bei den Feuerwehren. Viele von ihnen kamen vom BDM (Bund Deutscher Mädchen). Die Schlagkraft der Feuerwehren war trotzdem recht schwach, da vor allem die Ausrüstung fehlte.
 

 Florian von Lorch 

 
   

Typische Darstellung des hl. FlorianFlorian

(* in Cannabiaca, dem heutigen Zeiselmauer bei Tulln; † 4. Mai 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich) war ein römischer Beamter, der zum christlichen Glauben übertrat und den Märtyrertod starb.

 

Leben
Da Florian sich unter anderem weigerte, den römischen Göttern zu opfern, wurde er zunächst vom Dienst suspendiert und mit Ehr- und Pensionsverlust in die Verbannung ins heutige St. Pölten geschickt.

Als einer Gruppe Christen in Lauriacum, dem heutigen Lorch, der Prozess gemacht werden sollte, war Florian trotz Verbannung angereist, um ihnen zu Hilfe zu kommen. Er wurde jedoch auf den Befehl des römischen Statthalters Aquilinus verhaftet und zusammen mit seinen Glaubensgenossen zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 4. Mai 304 vollstreckt. Florian wurden, so heißt es in Schriften, mit geschärften Eisen die Schulterblätter zerschlagen, anschließend sei der Sterbende mit einem Mühlstein um den Hals in der Enns ertränkt worden.

Der Sage nach wurde seine Leiche später von Anhängern geborgen und mit einem Ochsenkarren abtransportiert. An der Stelle, an der das Zugtier stehen blieb, wurde Florian begraben. Über seinem Grab entstand später das heutige Stift Sankt Florian.

Nur acht Jahre nach der Hinrichtung wurde unter Kaiser Konstantin die volle Glaubensfreiheit zugesichert.

Gedenktag
Katholiken begehen den 4. Mai als Gedenktag.
Da Florian der Schutzpatron von Oberösterreich ist, ist dort an diesem Tag schulfrei.

Schutzpatron
Florian gilt als Schutzpatron:

- der Feuerwehr (daher auch die Bezeichnung Florianijünger oder Floriansjünger für Feuerwehrleute sowie der für Feuerwehr-Fahrzeuge übliche Funkrufname "Florian" in Kombination mit der individuellen Fahrzeugkennung - vielerorts ist es üblich zu seinem Gedenktag eine "Floriansmesse" zu halten, bei der die Feuerwehrleute in Ausgehuniform erscheinen)
- der Schornsteinfeger
- von Polen (Reliquien von ihm befinden sich in Krakau)
- von Oberösterreich und Linz
- gegen Feuer und Dürre
- der Bierbrauer
- der Gärtner


Florian-Prinzip
Nach ihm ist auch das St.-Florian-Prinzip oder Floriani-Prinzip benannt, das allerdings nichts mit seiner frommen Lebensweise zu tun hat. Es resultiert aus einer (mehr oder weniger absichtlich missverstandenen) Anrufung als Schutzpatron, Florian möge von einem ein Übel abwenden und dieses (unabwendbare) Übel doch bitte lieber zu einem anderen Mitmenschen oder an eine andere Stelle lenken. Daher rührt auch das volkstümliche Zitat: „O heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd andre an.“

   

 

     

     

Copyright © 09.12.2009 Freiwillige Feuerwehr Herongen